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Data Center Engineering 12 Min. Lesezeit Serie Rechenzentrum im Bestand: Analyse, Optimierung, Sicherheit, Teil 1 von 7

Leittechnik-Check im bestehenden Rechenzentrum

Wie finden wir in wenigen Tagen heraus, wo die Leittechnik eines bestehenden Rechenzentrums steht und welche Risiken sie birgt?

Leittechnik-Check im bestehenden Rechenzentrum

Viele Rechenzentren laufen seit Jahren zuverlässig. Die Kühlung kühlt, die Stromversorgung liefert, der Leitstand zeigt grün. Doch was genau hinter diesem Grün steckt, wissen die wenigsten Betreiber mit Sicherheit. Ist die Leittechnik noch zeitgemäss? Sind die Redundanzen wirklich vorhanden, die auf dem Papier stehen? Und wo liegen die Risiken, die sich erst im Störfall zeigen?

Dieser erste Teil der Serie beschreibt, wie wir in wenigen Tagen Klarheit schaffen. Ein strukturierter Leittechnik-Check mit Begehung, Datenauswertung und gezielten Interviews ergibt eine priorisierte Risikoliste und einen Massnahmenplan. Erst dann lässt sich sinnvoll entscheiden, wo Investitionen in Erneuerungen wirklich nötig sind und wo nicht.

Drei Phasen des Leittechnik-Checks: Begehung, Datenauswertung und Interviews ergeben eine priorisierte Risikoliste.
Drei Phasen des Leittechnik-Checks: Begehung, Datenauswertung und Interviews ergeben eine priorisierte Risikoliste.

Warum ein Check vor jeder Erneuerung steht

Betreiber mittelgrosser Rechenzentren stehen regelmässig vor der Frage, ob ihre Leittechnik noch ausreicht. Der Druck kommt von verschiedenen Seiten: Die IT-Infrastruktur wird dichter, die Anforderungen an Verfügbarkeit steigen, und Energieeffizienz ist kein Randthema mehr. Gleichzeitig sind Budgets begrenzt, und niemand möchte in Erneuerungen investieren, die am falschen Ort ansetzen.

Das Grundproblem ist, dass der aktuelle Zustand der Leittechnik selten vollständig dokumentiert ist. Anlagen wurden über Jahre erweitert, Hersteller gewechselt, Protokolle ergänzt. Was ursprünglich als einheitliches System geplant war, ist heute oft ein Flickwerk aus verschiedenen Generationen. Wer in diesem Zustand einfach anfängt zu erneuern, riskiert, die eigentlichen Schwachstellen zu übersehen.

Ein Leittechnik-Check schafft die Grundlage, die für jeden weiteren Schritt nötig ist. Er beantwortet nicht nur die Frage, was vorhanden ist, sondern auch, was davon funktioniert, was fehlt und was ein Risiko darstellt. Nur auf dieser Basis lässt sich ein Massnahmenplan entwickeln, der nach Dringlichkeit priorisiert und nicht nach Bauchgefühl.

Was wir unter Leittechnik verstehen

Im Rechenzentrum umfasst die Leittechnik alle Systeme, die Betriebszustände erfassen, überwachen, regeln und melden. Das sind im Kern das Building Management System (BMS) für die gebäudetechnischen Anlagen, das Energiemanagementsystem (EPMS) für die elektrische Infrastruktur sowie die Schnittstellen zwischen diesen Systemen und zur IT-Ebene.

Dazu kommen die Automationsstationen der einzelnen Gewerke: Kühlung, Lüftung, Kältemaschinen, Rückkühler, unterbrechungsfreie Stromversorgung und Notstromaggregate. Jedes dieser Gewerke hat seine eigene Steuerung, und die Frage ist immer, wie gut diese Steuerungen miteinander kommunizieren und wie vollständig der Leitstand das Gesamtbild zeigt.

Die Norm EN 50600-1 beschreibt die allgemeinen Konzepte und Anforderungen an Rechenzentren als Infrastruktur. Sie bildet den Rahmen, innerhalb dessen wir die Leittechnik beurteilen. Nicht jede Anlage muss alle Anforderungen dieser Norm erfüllen, aber sie gibt eine klare Orientierung, was eine robuste Infrastruktur ausmacht. Ergänzend dazu orientieren wir uns an der Tier-Klassifizierung des Uptime Institute, die Redundanzanforderungen und Verfügbarkeitsziele in vier Stufen beschreibt und in vielen Betreiberorganisationen als Referenz dient.

Vorbereitung: Was wir vor der Begehung klären

Ein guter Check beginnt nicht mit der Begehung, sondern mit der Vorbereitung. Wir bitten den Betreiber im Vorfeld um eine Reihe von Unterlagen: Einlinienschemas der elektrischen Infrastruktur, Anlagenschemata der Kühlung, Datenpunktlisten des BMS, Alarmhistorien der letzten zwölf Monate sowie Wartungsberichte der relevanten Gewerke.

Diese Unterlagen geben uns einen ersten Eindruck, bevor wir die Anlage sehen. Oft zeigen sich schon hier erste Auffälligkeiten: Datenpunktlisten, die seit Jahren nicht aktualisiert wurden, Alarmhistorien mit Tausenden von Einträgen ohne erkennbare Bearbeitung, oder Schemata, die nicht mit dem übereinstimmen, was der Betreiber mündlich beschreibt.

Gleichzeitig klären wir die organisatorischen Rahmenbedingungen. Wer ist für die Leittechnik verantwortlich? Wer hat Zugang zu den Systemen? Welche Wartungsverträge bestehen, und was decken sie ab? Diese Fragen sind nicht weniger wichtig als die technischen, denn Leittechnikprobleme haben oft organisatorische Ursachen.

Die Begehung: Sehen, was die Dokumentation nicht zeigt

Die Begehung ist das Herzstück des Checks. Wir gehen systematisch durch alle relevanten Bereiche: Serverräume, Kältezentralen, Elektroräume, Leitstand und Netzwerkinfrastruktur. Dabei schauen wir nicht nur, was vorhanden ist, sondern wie es in der Praxis funktioniert.

Im Leitstand prüfen wir, was der Betreiber tatsächlich sieht und was nicht. Sind alle relevanten Anlagen im Bild? Sind die Alarme sinnvoll konfiguriert, oder ist der Bildschirm dauerhaft mit Meldungen überflutet, die niemand mehr liest? Gibt es Quittierungsregeln, und werden sie eingehalten? Wie ist der Fernzugang geregelt, und wer hat welche Zugriffsrechte?

Bei den Automationsstationen der Kühlung interessiert uns vor allem, ob die Regelung so funktioniert, wie sie geplant war. EN 50600-2-3 beschreibt die Anforderungen an Umgebungsbedingungen im Rechenzentrum, insbesondere an Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Die ASHRAE TC 9.9 Thermal Guidelines empfehlen für die Zuluft zu den IT-Geräten einen Bereich von 18 bis 27 Grad Celsius. Wir prüfen, ob die Leittechnik diesen Bereich überhaupt überwacht und ob die Regelung darauf ausgelegt ist, ihn zuverlässig einzuhalten.

Ein besonderes Augenmerk gilt den Schnittstellen zwischen den Systemen. Kommuniziert das BMS mit dem EPMS? Werden Alarme aus den Automationsstationen vollständig an den Leitstand weitergeleitet? Gibt es Medienbrüche, an denen Informationen verloren gehen? Diese Fragen lassen sich nur vor Ort beantworten, weil die Dokumentation solche Lücken selten abbildet.

Typische Schwachstellen bei der Begehung: Leitstand, Automationsstationen, Schnittstellen und Dokumentation im Vergleich.
Typische Schwachstellen bei der Begehung: Leitstand, Automationsstationen, Schnittstellen und Dokumentation im Vergleich.

Datenauswertung: Was die Trenddaten verraten

Parallel zur Begehung werten wir die verfügbaren Betriebsdaten aus. Trenddaten aus dem BMS zeigen, wie sich Temperaturen, Volumenströme und Betriebszustände über die Zeit verhalten. Alarmhistorien zeigen, welche Ereignisse aufgetreten sind und wie sie bearbeitet wurden. Energiedaten zeigen, ob der Verbrauch plausibel ist und ob es Auffälligkeiten gibt.

Diese Auswertung ist oft aufschlussreicher als die Begehung selbst, weil sie das Verhalten der Anlage über Wochen und Monate zeigt, nicht nur an einem bestimmten Tag. Eine Kältemaschine, die bei der Begehung einwandfrei läuft, kann in den Trenddaten Muster zeigen, die auf einen bevorstehenden Ausfall hinweisen. Ein Temperaturverlauf, der auf den ersten Blick stabil aussieht, kann bei genauerer Betrachtung zeigen, dass die Regelung ständig zwischen zwei Zuständen pendelt.

Wir schauen dabei auch auf das, was nicht vorhanden ist. Fehlende Trenddaten sind oft ein Zeichen dafür, dass Datenpunkte nicht konfiguriert oder Aufzeichnungen nicht aktiviert wurden. Wenn ein Betreiber nicht weiss, wie sich seine Kühlung in den letzten drei Sommern verhalten hat, fehlt ihm eine wichtige Grundlage für jede Optimierungsentscheidung. Wie man diese Daten systematisch liest und nutzt, beschreiben wir in Teil 2 der Serie, «Was die Trenddaten über Ihre Kühlung verraten».

Interviews: Was die Technik nicht sagt

Technik und Daten allein reichen nicht aus. Wir führen gezielte Gespräche mit den Personen, die täglich mit der Anlage arbeiten: dem Betriebspersonal, dem Facility Manager, dem Leittechnikverantwortlichen und, wenn möglich, dem Wartungsdienstleister.

Diese Gespräche folgen einem strukturierten Leitfaden, sind aber keine starre Befragung. Wir fragen nach Erfahrungen mit Störfällen, nach Situationen, in denen die Leittechnik nicht das gezeigt hat, was erwartet wurde, und nach Dingen, die im Alltag als störend oder unzuverlässig empfunden werden. Oft kommen dabei Informationen ans Licht, die in keiner Dokumentation stehen.

Ein typisches Beispiel: Das Betriebspersonal weiss, dass ein bestimmter Alarm regelmässig auftritt und immer quittiert wird, ohne dass jemand die Ursache untersucht hat. Oder der Wartungsdienstleister hat bei der letzten Inspektion eine Auffälligkeit festgestellt, die im Bericht erwähnt, aber nicht weiterverfolgt wurde. Solche Informationen sind für die Risikoliste wertvoll, weil sie auf bekannte, aber ungelöste Probleme hinweisen.

Wir fragen auch nach der Zufriedenheit mit der Dokumentation. Kann das Betriebspersonal im Störfall schnell nachvollziehen, wie eine Anlage aufgebaut ist? Gibt es aktuelle Schemata, und sind sie zugänglich? Diese Fragen berühren nicht nur die Leittechnik, sondern das gesamte technische Gebäudemanagement.

Das Ergebnis: Ampel, Risikoliste und Massnahmenplan

Am Ende des Checks steht ein strukturierter Bericht. Er gliedert sich in drei Teile.

Ampelbewertung

Wir bewerten die wichtigsten Bereiche der Leittechnik nach einem einfachen Ampelschema. Grün bedeutet: kein unmittelbarer Handlungsbedarf, die Funktion ist gegeben. Gelb bedeutet: Handlungsbedarf innerhalb der nächsten zwölf Monate, das Risiko ist vorhanden, aber nicht akut. Rot bedeutet: unmittelbarer Handlungsbedarf, das Risiko ist real und kann jederzeit zu einem Ausfall oder einer Sicherheitslücke führen.

Die Ampelbewertung ist bewusst einfach gehalten, weil sie als Kommunikationsmittel dient. Sie ermöglicht es, den Zustand der Leittechnik schnell und verständlich an Entscheidungsträger zu vermitteln, die nicht tief in der Technik sind.

Priorisierte Risikoliste

Die Risikoliste enthält alle identifizierten Schwachstellen, geordnet nach Dringlichkeit und Auswirkung. Jeder Eintrag beschreibt das Problem, seine mögliche Auswirkung auf Verfügbarkeit oder Sicherheit und die Grundlage, auf der wir die Bewertung vorgenommen haben.

Typische Einträge betreffen fehlende oder falsch konfigurierte Alarme, Redundanzen, die auf dem Papier vorhanden sind, aber in der Praxis nicht funktionieren, veraltete Automationsstationen ohne Ersatzteilversorgung, fehlende Schnittstellen zwischen BMS und EPMS sowie Sicherheitslücken in der Kommunikationsinfrastruktur der Leittechnik. Ob die dokumentierte Redundanz tatsächlich noch N+1 ist, untersuchen wir in Teil 4 der Serie, «Ist N+1 noch N+1? Redundanz im Bestand prüfen», im Detail.

Massnahmenplan

Der Massnahmenplan übersetzt die Risikoliste in konkrete Schritte. Er unterscheidet zwischen sofortigen Massnahmen, die ohne grossen Aufwand umgesetzt werden können, mittelfristigen Massnahmen, die Planung und Budget erfordern, und strategischen Massnahmen, die im Rahmen einer Gesamterneuerung angegangen werden sollten.

Dieser Plan ist keine Ausführungsplanung. Er ist eine Entscheidungsgrundlage. Er zeigt, wo Handlungsbedarf besteht, in welcher Reihenfolge und mit welcher Begründung. Erst auf dieser Basis lässt sich sinnvoll entscheiden, ob eine gezielte Optimierung ausreicht oder ob eine umfassendere Erneuerung nötig ist.

Aufbau des Check-Berichts: Ampelbewertung, priorisierte Risikoliste und Massnahmenplan als Entscheidungsgrundlage.
Aufbau des Check-Berichts: Ampelbewertung, priorisierte Risikoliste und Massnahmenplan als Entscheidungsgrundlage.

Dauer und Aufwand

Ein Leittechnik-Check für ein mittelgrosses Rechenzentrum dauert in der Regel zwei bis vier Tage vor Ort, zuzüglich der Vorbereitungszeit und der Berichterstellung. Die genaue Dauer hängt von der Grösse und Komplexität der Anlage ab, von der Qualität der vorhandenen Dokumentation und davon, wie viele Gewerke und Systeme einbezogen werden sollen.

Die Vorbereitung, also das Sichten der Unterlagen und die Abstimmung mit dem Betreiber, nimmt in der Regel einen halben bis einen Tag in Anspruch. Die Berichterstellung, einschliesslich der Datenauswertung und der Formulierung der Risikoliste, dauert nochmals ein bis zwei Tage.

Der Aufwand auf Seite des Betreibers ist überschaubar. Er muss die Unterlagen bereitstellen, die Begehung ermöglichen und die Gesprächspartner für die Interviews zur Verfügung stellen. Der Rest liegt bei uns. Das ist bewusst so gestaltet, weil ein Check, der den Betrieb stark belastet, in der Praxis selten konsequent durchgeführt wird.

Wichtig ist, dass der Check von einer Stelle durchgeführt wird, die unabhängig von Herstellern und Lieferanten ist. Wer die Leittechnik bewertet, darf kein Interesse daran haben, bestimmte Produkte oder Systeme zu empfehlen. Nur so ist sichergestellt, dass die Risikoliste das tatsächliche Bild zeigt und nicht das, was jemand verkaufen möchte.

Was der Check nicht leistet

Ein Leittechnik-Check ist eine Analyse, keine Umsetzung. Er identifiziert Risiken und schlägt Massnahmen vor, führt sie aber nicht aus. Er ersetzt keine Ausführungsplanung, keine Ausschreibung und keine Inbetriebnahme.

Er ist auch keine vollständige Sicherheitsanalyse der Leittechnik im Sinne einer Cybersecurity-Prüfung. Er gibt Hinweise auf offensichtliche Sicherheitslücken, etwa ungeschützte Fernzugänge oder fehlende Netzwerksegmentierung, aber eine vertiefte Security-Analyse ist ein eigenes Modul. Wir behandeln dieses Thema in Teil 6 der Serie, «Security-Analyse der Leittechnik im Bestand».

Schliesslich ist der Check keine Garantie. Er zeigt den Zustand der Anlage zum Zeitpunkt der Begehung und auf der Basis der verfügbaren Daten. Risiken, die sich erst unter bestimmten Betriebsbedingungen zeigen, können dabei unentdeckt bleiben. Deshalb empfehlen wir, den Check nicht als einmalige Massnahme zu verstehen, sondern als Einstieg in einen kontinuierlichen Prozess der Überwachung und Optimierung.

Abgrenzung des Leittechnik-Checks: Was er leistet und was separate Folgeschritte erfordert.
Abgrenzung des Leittechnik-Checks: Was er leistet und was separate Folgeschritte erfordert.

Der rote Faden zu unseren Fachbeiträgen

Dieser Artikel ist der Einstieg in die Serie «Rechenzentrum im Bestand: Analyse, Optimierung, Sicherheit». Die folgenden Teile vertiefen die Themen, die im Check identifiziert werden:

Teil 2, «Was die Trenddaten über Ihre Kühlung verraten», zeigt, wie man aus den Betriebsdaten des BMS konkrete Schlüsse zieht. Teil 3, «Betriebsoptimierung der Kühlung ohne Risiko für die Verfügbarkeit», beschreibt, wie Optimierungsmassnahmen sicher umgesetzt werden. Teil 4, «Ist N+1 noch N+1? Redundanz im Bestand prüfen», geht der Frage nach, ob die dokumentierten Redundanzen in der Praxis noch funktionieren. Teil 5, «Alarmflut im Leitstand: Alarmmanagement im Rechenzentrum», behandelt eines der häufigsten Probleme, die wir im Check antreffen. Teil 6, «Security-Analyse der Leittechnik im Bestand», vertieft die Sicherheitsperspektive. Teil 7, «Fernzugänge und Lieferanten: das unterschätzte Einfallstor», schliesst die Serie mit einem Thema ab, das oft unterschätzt wird.

Wer sich für die technischen Grundlagen der Leittechnik im Rechenzentrum interessiert, findet in unserer parallelen Serie «Leittechnik im Rechenzentrum» vertiefende Beiträge: «Commissioning L1 bis L5 im Rechenzentrum einfach erklärt» erklärt, wie eine Anlage korrekt in Betrieb genommen wird. «PUE richtig messen nach EN 50600» zeigt, wie die Energieeffizienz korrekt erfasst wird. «BMS und EPMS trennen und trotzdem verbinden» behandelt die Systemarchitektur, die wir im Check regelmässig als Schwachstelle identifizieren.

Für Betreiber, die ihre Leittechnik grundlegend kennenlernen möchten, empfehlen wir ausserdem unsere Einführungsserie «GA verstehen», insbesondere «GA verstehen, Teil 1: Was ist Gebäudeautomation und was nicht?» sowie «GA verstehen, Teil 5: Übergabe und Betrieb: Was der Betreiber von der GA wissen muss».

Fazit

Ein Leittechnik-Check im bestehenden Rechenzentrum ist kein Luxus, sondern die Voraussetzung für jede sinnvolle Investitionsentscheidung. Er schafft in wenigen Tagen ein klares Bild des Ist-Zustands, identifiziert Risiken nach Dringlichkeit und liefert einen Massnahmenplan, der nach Prioritäten geordnet ist.

Wer ohne diese Grundlage in Erneuerungen investiert, riskiert, am falschen Ort anzusetzen. Wer sie hat, kann gezielt handeln: sofort dort, wo das Risiko real ist, und mittelfristig dort, wo Optimierungspotenzial besteht. Das spart nicht nur Geld, sondern schützt auch die Verfügbarkeit, die für Betreiber von Rechenzentren das zentrale Gut ist.

Sie haben Fragen dazu?

Sie möchten wissen, wie ein Leittechnik-Check für Ihr Rechenzentrum konkret aussieht, oder Sie möchten einschätzen lassen, wo Ihre Anlage heute steht? Wir besprechen das gerne mit Ihnen. Schreiben Sie uns unter info@wenget.ch oder besuchen Sie wenget.ch.

Quellenverzeichnis

  • EN 50600-1: Einrichtungen und Infrastrukturen von Rechenzentren, Teil 1: Allgemeine Konzepte (Europäische Norm, aktuelle Ausgabe)
  • EN 50600-2-3: Einrichtungen und Infrastrukturen von Rechenzentren, Teil 2-3: Infrastruktur für Umgebungsbedingungen (Europäische Norm, aktuelle Ausgabe)
  • Uptime Institute: Tier Standard: Topology (Tier I bis Tier IV, Klassifizierung von Rechenzentrumsinfrastrukturen)
  • ASHRAE TC 9.9: Thermal Guidelines for Data Processing Environments (empfohlener Zulufttemperaturbereich 18 bis 27 °C)
  • Eigene Projekterfahrung der WENGET GmbH aus Leittechnik-Analysen, Begehungen und Betriebsbegleitungen in Rechenzentren und technischen Infrastrukturen
Rechenzentrum Gebäudeautomation

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